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Simone Gerdesmeier Datum: Monday, 06. August 2007
Von: Simone Gerdesmeier sgerdesmeier@politik-digital.de
An: sgerdesmeier@politik-digital.de
URL  www.gipfelthemen.de

Spanier sind Spitze im Mitmach-Internet

(Kurztext) Spanier sind die europaweit mit Abstand kommunikationsfreudigste Gruppe im Internet. Zwar waren 2007 nicht mal die Hälfte der Spanier online – 48 Prozent verfügten über einen Heim-Internetanschluss – was das Mitmach-Internet Web 2.0 angeht, liegen sie aber unangefochten an der Spitze. Das zeigt die umfassende Studie "eEspana" zum Markt der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Spanien. Herausgeber ist die „Fundación Orange“, eine zu France Telecom gehörende Organisation mit dem Ziel, die Informationsgesellschaft weiterzuentwickeln.

Die Autoren untersuchen auch, mit welchen Tätigkeiten die Spanier in den digitalen Weiten ihre Zeit verbringen. Ganz vorne mit dabei ist das Instant Messaging. 73 Prozent der Internetnutzer chatten regelmäßig über Dienste wie ICQ oder MSN. Zum Vergleich: In Deutschland sind es nicht mal die Hälfte der Onliner (44 Prozent). Ob Internet-Telefonie, Podcasting oder Blogs – nirgendwo in Europa unterhalten sich die Menschen so ausgiebig über Internet-Dienste wie in Spanien. 85 Prozent der Befragten sind überzeugt davon, dass das Web 2.0 die Kommunikation revolutionieren werde.

Die beliebtesten Portale seien der Videodienst YouTube, der über vier Millionen Nutzer anziehe, die Nachrichtenseite Marca.com und das Minijuegos, eine Website für kostenlose Onlinespiele.

Die Studie geht weiterhin auf die Nutzung von eGovernment-Diensten ein: Insgesamt seien 54 Prozent von 26 Verwaltungsservices online zu erreichen. Diese sind noch einmal aufgeteilt in Dienste, die sich an Bürger wenden, und Dienste für Unternehmen. Von den 16 Bürgerservices könnten die Spanier 55 Prozent im Internet abwickeln, von den zehn Dienstleistungen für Unternehmen seien 48 Prozent online. Über acht Millionen Spanier hätten im Jahr 2006 diese Möglichkeiten mindestens einmal genutzt. Im Gegensatz zu den sonstigen Online-Aktivitäten stehe dabei aber nicht die Interaktion mit der Verwaltung im Vordergrund: Beliebteste Dienste waren die Informationssuche und das Herunterladen von Formularen.

Die gesamte, 342 Seiten starke Studie kann man sich auf der Website der Fundación Orange herunterladen.

 

Zuerst erschienen bei gipfelthemen.de am 06.08.2007
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