Spanier sind Spitze im Mitmach-Internet
(Kurztext) Spanier sind die europaweit mit Abstand kommunikationsfreudigste
Gruppe im Internet. Zwar waren 2007 nicht mal die Hälfte
der Spanier online – 48 Prozent verfügten über
einen Heim-Internetanschluss – was das Mitmach-Internet
Web 2.0 angeht, liegen sie aber unangefochten an der Spitze.
Das zeigt die umfassende Studie "eEspana" zum Markt
der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) in Spanien.
Herausgeber ist die „Fundación
Orange“, eine zu France Telecom gehörende Organisation
mit dem Ziel, die Informationsgesellschaft weiterzuentwickeln.
Die Autoren untersuchen auch, mit welchen Tätigkeiten
die Spanier in den digitalen Weiten ihre Zeit verbringen.
Ganz vorne mit dabei ist das Instant Messaging. 73 Prozent
der Internetnutzer chatten regelmäßig über
Dienste wie ICQ oder MSN. Zum Vergleich: In Deutschland sind
es nicht mal die Hälfte der Onliner (44 Prozent). Ob
Internet-Telefonie, Podcasting oder Blogs – nirgendwo
in Europa unterhalten sich die Menschen so ausgiebig über
Internet-Dienste wie in Spanien. 85 Prozent der Befragten
sind überzeugt davon, dass das Web 2.0 die Kommunikation
revolutionieren werde.
Die beliebtesten Portale seien der Videodienst YouTube, der
über vier Millionen Nutzer anziehe, die Nachrichtenseite
Marca.com
und das Minijuegos,
eine Website für kostenlose Onlinespiele.
Die Studie geht weiterhin auf die Nutzung von eGovernment-Diensten
ein: Insgesamt seien 54 Prozent von 26 Verwaltungsservices
online zu erreichen. Diese sind noch einmal aufgeteilt in
Dienste, die sich an Bürger wenden, und Dienste für
Unternehmen. Von den 16 Bürgerservices könnten die
Spanier 55 Prozent im Internet abwickeln, von den zehn Dienstleistungen
für Unternehmen seien 48 Prozent online. Über acht
Millionen Spanier hätten im Jahr 2006 diese Möglichkeiten
mindestens einmal genutzt. Im Gegensatz zu den sonstigen Online-Aktivitäten
stehe dabei aber nicht die Interaktion mit der Verwaltung
im Vordergrund: Beliebteste Dienste waren die Informationssuche
und das Herunterladen von Formularen.
Die gesamte, 342 Seiten starke Studie kann man sich auf der
Website
der Fundación Orange herunterladen.
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