
Aufgaben
und Aufbau des Bundesministerium für wirtschafliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (BMZ)
Das BMZ ist zuständig für die Planung und Umsetzung
der Entwicklungspolitik der Bundesregierung. Seine Aufgaben
konzentrieren sich auf folgende Bereiche:
- Mitgestaltung
globaler Rahmenbedingungen
- Entwicklung
bilateraler und multilateraler Förderstrategien und
Unterstützung von
- Entwicklungsprogrammen
und -projekten der Partnerländer
- Förderung
der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit nichtstaatlicher
Organisationen
- Erfolgskontrolle
und Kontrolle der Mittelverwendung.
Insgesamt verfügt
das BMZ - einschließlich der Teilzeitbeschäftigten
- über knapp 570 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hiervon
sind rd. 90 % am 1. Dienstsitz in Bonn tätig, die übrigen
10 % am 2. Dienstsitz in Berlin. Im Rahmen einer im April
2000 in Kraft getretenen Organisationsreform werden einige
Bereiche des BMZ erheblich umgestaltet.
Im Mittelpunkt
des 2. Dienstsitzes (sechs Referate) steht die Unterstützung
der Leitung des BMZ bei der Wahrnehmung politischer Aufgaben
in Berlin (Parlament, Kabinett, Presse, politische Planung).
Daneben sind einzelne Arbeitsbereiche dorthin verlagert worden,
bei denen eine besonders enge Zusammenarbeit mit anderen,
in Berlin ansässigen Ministerien erforderlich ist.
In der Abteilung
1 (elf Referate) werden in erster Linie Aufgaben der allgemeinen
Verwaltung sowie der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit
und der Statistik wahrgenommen. Der Abteilungsleitung unmittelbar
zugeordnet ist die Gruppe "Qualitätsentwicklung
und -management". Darüber hinaus ist sie verantwortlich
für die Verwaltung der Dienststelle Berlin einschließlich
der am 2. Dienstsitz angesiedelten Fachaufgaben.
Die Abteilung
2 (15 Referate) ist zuständig für die Entwicklungspolitik
mit Ländern und Regionen. Entwicklungszusammenarbeit
(EZ) wird zunehmend funktional verstanden, daher ist hier
auch die Kooperation mit Staaten Mittel-, Ost- und Südeuropas
angesiedelt. Das Aufgabenspektrum reicht von länderbezogener
Grundsatzarbeit, Politikdialog und Programmierung der bilateralen
Zusammenarbeit über die Koordinierung und Integration
aller entwicklungspolitischen Maßnahmen ("Entwicklungspolitik
aus einem Guss") bis hin zur Steuerung und Kontrolle
der Projekte und Programme der bilateralen Finanziellen und
Technischen Zusammenarbeit.
In der Abteilung
3 (acht Referate) ist das Instrumentarium der bilateralen
EZ zusammengefasst. Dies umfasst neben der Verantwortung für
die Grundsätze der bilateralen Finanziellen und Technischen
Zusammenarbeit und des übrigen staatlichen Instrumentariums
(Aus- und Fortbildung, Entsendung von Entwicklungshelfern
etc.) auch die Unterstützung von nicht-staatlichen Trägern
(Kirchen, politische Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen),
sowie die Nahrungsmittel-, Not- und Flüchtlingshilfe.
Diese Abteilung ist ferner zuständig für die Koordinierung
der EZ im Bereich von Friedenspolitik und Krisenprävention
sowie für die Sicherstellung von Kohärenz mit der
Außen-, Sicherheits- und Menschenrechtspolitik.
Die Abteilung
4 (14 Referate in sieben Arbeitsbereichen) ist zum einen
zuständig für die multilaterale Zusammenarbeit,
die Entwicklungspolitik der Europäischen Union und die
Geberkoordinierung. Zum anderen obliegt es ihr, Grundsätze
und Förderungskonzepte für wichtige sektorale und
übersektorale Bereiche der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
zu erarbeiten (Demokratisierung und Gleichberechtigung; Wirtschaft
und Finanzsysteme; Umwelt und nachhaltige Ressourcennutzung;
Armutsbekämpfung und soziale Entwicklung). Außerdem
wirkt sie mit bei der Gestaltung einer komplementären
und kohärenten Nord/Süd-Politik sowie bei Fragen
der globalen Strukturpolitik."
Das BMZ führt
die konkreten Projekte und Programme der Entwicklungszusammenarbeit
nicht selbst durch. Dies geschieht im Auftrag des BMZ durch
eigenständige Organisationen. Die wichtigsten sind:
- Kreditanstalt
für Wiederaufbau (KfW)
- Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ)
- Bundesanstalt
für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)
- Physikalisch-Technische
Bundesanstalt (PTB)
- Deutsche Investitions-
und Entwicklungsgesellschaft (DEG)
- Internationale
Weiterbildung und Entwicklung gemeinnützige GmbH (InWEnt)
ein
- Zusammenschluss
aus: Carl Duisberg Gesellschaft (CDG)
und Deutscher Stiftung für
- internationale
Entwicklung (DSE)
- Deutscher Entwicklungsdienst
(DED)
weitere
Informationen >>
|