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Vereinte Nationen & Info-Gesellschaft
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Anja Kaschta Datum:Wednesday, 03. November 2004
Von: Anja Kaschta<anja.kaschta@preme.de>
An: anja.kaschta@preme.de
URL:  

UNO & Info-Gesellschaft

Das Industriezeitalter ist überwunden, die Ära der Informations- und Wissensgesellschaft hat begonnen. Allerdings steckt sie noch in den Kinderschuhen. In der Rubrik „UNO und Info-Gesellschaft“ machen sich Experten und Autoren darüber Gedanken, wie die Weltorganisation diesen Wandel mitgestalten kann und welche Instrumente ihr dabei zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Schritte nötig sind, um die Vision einer globalen Gemeinschaft umzusetzen, in der so viele Menschen so schnell wie möglich von den neuen Entwicklungen profitieren.

Spätestens in seiner Milleniums-Rede "We the peoples" vom September 2000 hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan deutlich gemacht, dass das Phänomen des elektronischen Wandels ein Thema ist, mit dem sich die Weltorganisation beschäftigen muss. Die neuen Kommunikationstechnologien eröffnen den Menschen schier unendliche Möglichkeiten. „Sie verändern unser tägliches (Zusammen-)Leben in umfassendem Maße“, so Annan. Die Bedeutung für die Zivilgesellschaft, d.h. die sozialen und kulturellen Konsequenzen, sei heute aber noch gar nicht abschätzbar.

Doch nur diejenigen können von den Verbindungen profitieren, die Zugang zu neuen Technologien haben und sie effektiv zu nutzen befähigt sind (Oberthema „Digitale Spaltung“). Gerade mal ein Sechstel der Weltbevölkerung wird dazu einer UNDP-Schätzung zufolge im Jahr 2005 in der Lage sein. In dem Moment, wo die unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen zu einer Technologie mit einer so tiefen und breiten Wirkung auf alle Lebensbereiche zu Chancenungleichheit führen, sollte die UNO gemäß ihrer Charta aktiv werden.

Dieses Ungleichgewicht wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, mit denen sich die Vereinten Nationen auseinandersetzen müssen: Wie kann die digitale Spaltung hinsichtlich des Zugangs und der Nutzung neuer Kommunikations- und Informationstechniken überwunden werden? Welche Institutionen haben die Vereinten Nationen, um auf dieses Problem einzugehen? In welcher Form kann die UNO ihre inzwischen 191 Mitgliedsstaaten beeinflussen, um vorhandene Lücken zu schließen?

Innerhalb des Systems der Vereinten Nationen ist die Suche nach tragfähigen und wirklichkeitsnahen Lösungsansätzen längst im Gange. Der UNO-Gipfel zur Informationsgesellschaft, aus dessen Anlass diese Internetseite entstand, soll nun zusätzliche Bewegung in die weltweite Debatte über die Wissens– und Informationsgesellschaft bringen.

Sie befinden sich auf der ersten Seite der Rubrik "UNO & Info-Gesellschaft" im Oberthema "Globale Gesellschaft". In unseren Rubriken finden Sie folgende Formate: Expertenstatements; Artikel "Aus der Praxis", Artikel "Aktuelles"; Links zum Thema und vieles mehr.

Erschienen bei gipfelthemen.de am 01.07.2003
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