UNO
& Info-Gesellschaft
Das Industriezeitalter
ist überwunden, die Ära der Informations- und Wissensgesellschaft
hat begonnen. Allerdings steckt sie noch in den Kinderschuhen.
In der Rubrik „UNO und Info-Gesellschaft“ machen
sich Experten und Autoren darüber Gedanken, wie die Weltorganisation
diesen Wandel mitgestalten kann und welche Instrumente ihr
dabei zur Verfügung stehen. Im Mittelpunkt steht die
Frage, welche Schritte nötig sind, um die Vision einer
globalen Gemeinschaft umzusetzen, in der so viele Menschen
so schnell wie möglich von den neuen Entwicklungen profitieren.
Spätestens
in seiner Milleniums-Rede "We
the peoples" vom September 2000 hat der Generalsekretär
der Vereinten Nationen Kofi
Annan deutlich gemacht, dass das Phänomen des elektronischen
Wandels ein Thema ist, mit dem sich die Weltorganisation beschäftigen
muss. Die neuen Kommunikationstechnologien eröffnen den
Menschen schier unendliche Möglichkeiten. „Sie
verändern unser tägliches (Zusammen-)Leben in umfassendem
Maße“, so Annan. Die Bedeutung für die Zivilgesellschaft,
d.h. die sozialen und kulturellen Konsequenzen, sei heute
aber noch gar nicht abschätzbar.
Doch nur diejenigen können von den Verbindungen profitieren,
die Zugang zu neuen Technologien haben und sie effektiv zu
nutzen befähigt sind (Oberthema „Digitale Spaltung“).
Gerade mal ein Sechstel der Weltbevölkerung wird dazu
einer UNDP-Schätzung
zufolge im Jahr 2005 in der Lage sein. In dem Moment, wo die
unterschiedlichen Zugangsvoraussetzungen zu einer Technologie
mit einer so tiefen und breiten Wirkung auf alle Lebensbereiche
zu Chancenungleichheit führen, sollte die UNO gemäß
ihrer Charta
aktiv werden.
Dieses Ungleichgewicht
wirft eine ganze Reihe von Fragen auf, mit denen sich die
Vereinten Nationen auseinandersetzen müssen: Wie kann
die digitale Spaltung hinsichtlich des Zugangs und der Nutzung
neuer Kommunikations- und Informationstechniken überwunden
werden? Welche Institutionen haben die Vereinten Nationen,
um auf dieses Problem einzugehen? In welcher Form kann die
UNO ihre inzwischen 191 Mitgliedsstaaten beeinflussen, um
vorhandene Lücken zu schließen?
Innerhalb des Systems
der Vereinten Nationen ist die Suche nach tragfähigen
und wirklichkeitsnahen Lösungsansätzen längst
im Gange. Der UNO-Gipfel zur Informationsgesellschaft, aus
dessen Anlass diese Internetseite entstand, soll nun zusätzliche
Bewegung in die weltweite Debatte über die Wissens–
und Informationsgesellschaft bringen.
Sie befinden sich
auf der ersten Seite der Rubrik "UNO
& Info-Gesellschaft" im Oberthema "Globale
Gesellschaft". In unseren Rubriken finden Sie folgende
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