Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu eGovernance
Die inhaltlichen Schwerpunkte
der Arbeitsgruppe zum Weltgipfel der
Informationsgesellschaft in Tunis sind, liegen auf den Themen
Spam, Netzsicherheit und Cyber-Kriminalität.
Generalsekretär Kofi Annan hat am 11. November die Gründung
einer Arbeitsgruppe zu eGovernance verkündet. Die Arbeitsgruppe
wird den Boden für eine Entscheidung zu diesem Thema
in der zweiten Phase des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft
vorbereiten, der in Tunis im November 2005 stattfindet.
Diese Arbeitsgruppe zu eGovernance wurde zunächst in
der ersten Phase des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft
in Genf 2003 auf Wunsch des UNO-Generalsekretärs etabliert.
Deren Aufgabe ist es, einen offenen Dialog über eGovernance
unter allen beteiligten Akteuren zu organisieren und Empfehlungen
zu diesem Thema in der zweiten Phase des Weltgipfels vorzulegen.
Die zwei Dokumente die vom Genfer Gipfel adaptiert worden
sind - der Aktionsplan und die Prinzipiendeklaration - verlangen
von der Arbeitsgruppe "die Arbeitspläne zu untersuchen
und, wo angebracht, Aktionsvorschläge bis zum Jahr 2005
zum Thema eGovernance zu machen." Im einzelnen sollte
die Gruppe
- eine Arbeitsdefinition zum Thema eGovernance entwickeln;
- die politische Agenda, die für eGovernance relevant
ist, zu benennen; und
- ein Grundverständnis für die Rollen und Verantwortungsbereiche
von Regierungen, internationalen Organisationen und anderen
Foren, aber auch dem privaten Sektor, Vertretern von Bürgergesellschaft
aus Entwicklungsländern und entwickelten Ländern
zu entwickeln.
Den Vorsitz der Arbeitsgruppe zur Informationsgesellschaft
führt Nitin Desai, Berater des Generalsekretärs.
Der Gipfel wird 40 Mitglieder aus Regierungen, dem privaten
Sektor und Vertretern der Bürgergesellschaft beinhalten
und alle Regionen repräsentieren.
„Die Arbeitsgruppe ist kein Verhandlungsforum“,
sagt Herr Desai. "Ziel ist es, die Verhandlungen die
in Tunis stattfinden werden zu lenken. In diesem Prozess treten
wir als Vermittler auf und als solche bemühen wir uns,
einen Dialog des guten Willens zwischen allen Mitgliedern
herzustellen.“
Die zwei Gipfeldokumente verlangen einem öffentlichen
Prozess und Mechanismen für die vollständige und
aktive Beteiligung der Regierungen, dem privaten Sektor und
Vertretern der Bürgergesellschaft, sowie relevanten Interregierungs-
und internationalen Organisationen und Foren. Auf Grundlage
dieser Richtlinien wird die Arbeitsgruppe regelmäßige
Beratungen abhalten und bestmöglichen Gebrauch aller
elektronischen Arbeitsmethoden einschließlich Online-Konsultationen
machen.
Das erste Treffen der Arbeitsgruppe ist für den 23-25
November in Genf geplant. Am 24. November wird das Treffen
öffentlich zugänglich sein und damit anderen Regierungen
und Beteiligten die Möglichkeit geben, mit der Arbeitsgruppe
zu kommunizieren.
„Es gibt eine generelle Angleichung in unserer Sichtweise
über die Notwendigkeit eGovernance aus einer breiten
Perspektive zu behandeln, und auf das zu bauen was anderswo
schon getan worden ist,“ sagt Markus Kummer, ausführender
Koordinator für die Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen.
„Die Themen die wir ansprechen wollen beinhalten das
Management von Internet Ressourcen, Netzsicherheit, Cyber-Kriminalität,
Spam und Vielsprachigkeit.“
Dieser Text ist eine Übersetzung der englischsprachigen
Presserklärung zu diesem Thema. Die Originalfassung finden
Sie hier.
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