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  Datum:Thursday, 18. November 2004, 16:02:21 +0100
Von: Tessa Hauswedell<tessa.hauswedell@gmx.net>
An:redaktion@politik-digital.de
URL:Keine Homepage

Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen zu eGovernance

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeitsgruppe zum Weltgipfel der
Informationsgesellschaft in Tunis sind, liegen auf den Themen
Spam, Netzsicherheit und Cyber-Kriminalität.

Generalsekretär Kofi Annan hat am 11. November die Gründung einer Arbeitsgruppe zu eGovernance verkündet. Die Arbeitsgruppe wird den Boden für eine Entscheidung zu diesem Thema in der zweiten Phase des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft vorbereiten, der in Tunis im November 2005 stattfindet.
Diese Arbeitsgruppe zu eGovernance wurde zunächst in der ersten Phase des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft in Genf 2003 auf Wunsch des UNO-Generalsekretärs etabliert. Deren Aufgabe ist es, einen offenen Dialog über eGovernance unter allen beteiligten Akteuren zu organisieren und Empfehlungen zu diesem Thema in der zweiten Phase des Weltgipfels vorzulegen.
Die zwei Dokumente die vom Genfer Gipfel adaptiert worden sind - der Aktionsplan und die Prinzipiendeklaration - verlangen von der Arbeitsgruppe "die Arbeitspläne zu untersuchen und, wo angebracht, Aktionsvorschläge bis zum Jahr 2005 zum Thema eGovernance zu machen." Im einzelnen sollte die Gruppe

- eine Arbeitsdefinition zum Thema eGovernance entwickeln;

- die politische Agenda, die für eGovernance relevant ist, zu benennen; und

- ein Grundverständnis für die Rollen und Verantwortungsbereiche von Regierungen, internationalen Organisationen und anderen Foren, aber auch dem privaten Sektor, Vertretern von Bürgergesellschaft aus Entwicklungsländern und entwickelten Ländern zu entwickeln.

Den Vorsitz der Arbeitsgruppe zur Informationsgesellschaft führt Nitin Desai, Berater des Generalsekretärs. Der Gipfel wird 40 Mitglieder aus Regierungen, dem privaten Sektor und Vertretern der Bürgergesellschaft beinhalten und alle Regionen repräsentieren.
„Die Arbeitsgruppe ist kein Verhandlungsforum“, sagt Herr Desai. "Ziel ist es, die Verhandlungen die in Tunis stattfinden werden zu lenken. In diesem Prozess treten wir als Vermittler auf und als solche bemühen wir uns, einen Dialog des guten Willens zwischen allen Mitgliedern herzustellen.“

Die zwei Gipfeldokumente verlangen einem öffentlichen Prozess und Mechanismen für die vollständige und aktive Beteiligung der Regierungen, dem privaten Sektor und Vertretern der Bürgergesellschaft, sowie relevanten Interregierungs- und internationalen Organisationen und Foren. Auf Grundlage dieser Richtlinien wird die Arbeitsgruppe regelmäßige Beratungen abhalten und bestmöglichen Gebrauch aller elektronischen Arbeitsmethoden einschließlich Online-Konsultationen machen.

Das erste Treffen der Arbeitsgruppe ist für den 23-25 November in Genf geplant. Am 24. November wird das Treffen öffentlich zugänglich sein und damit anderen Regierungen und Beteiligten die Möglichkeit geben, mit der Arbeitsgruppe zu kommunizieren.

„Es gibt eine generelle Angleichung in unserer Sichtweise über die Notwendigkeit eGovernance aus einer breiten Perspektive zu behandeln, und auf das zu bauen was anderswo schon getan worden ist,“ sagt Markus Kummer, ausführender Koordinator für die Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen. „Die Themen die wir ansprechen wollen beinhalten das Management von Internet Ressourcen, Netzsicherheit, Cyber-Kriminalität, Spam und Vielsprachigkeit.“

Dieser Text ist eine Übersetzung der englischsprachigen Presserklärung zu diesem Thema. Die Originalfassung finden Sie hier.

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