Gipfelthemen politik-digital.de
DGVN
  HOMEPAGE
 DIGITALE SPALTUNG
Leitungen & Festplatten
Medien & Kompetenz
Inhalte & Vorbilder
 WELTWEITE TRENDS
Wissen & Besitz
Multi & Kulti
Beteiligung & Spielregeln
 VIRTUELLE SICHERHEIT
Piraten & Terroristen
Daten & Schutz
 GLOBALE GEMEINSCHAFT
UNO & Info-Gesellschaft
Gipfel & Reformen
 COMMUNITY
Forum
Kalender
Linkliste
 PARTNER
Unterstützer
Medienpartner Interaktivpartner
 ÜBER UNS
Über dieses Projekt
DGVN
politik-digital
 KONTAKT/IMPRESSUM
Suche:
Gipfelthemen-Info:
Weitere Informationen erhalten Sie im kostenlosen Newsletter von politik-digital.de:
 
Gipfel & Reformen
SERVICE-FUNKTIONEN
Artikel verschicken
Druckversion erstellen
Ihr Kommentar
Simone Gerdesmeier Datum: Thursday, 24. May 2007
Von: Simone Gerdesmeier sgerdesmeier@politik-digital.de
An: sgerdesmeier@politik-digital.de
URL  www.gipfelthemen.de

Zivilgesellschaft bewertet Gipfelergebnisse

(Artikel) Erstmals zieht die Zivilgesellschaft Bilanz zum UN-Weltinformationsgipfel. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander, befinden die Association for Progressive Communication und das Third World Institute im gemeinsamen Bericht „Global Society Watch 2007“.

Nicht nur eine digitale Kluft steht einer weltweiten Wissensgesellschaft im Wege – eine Kluft gebe es auch zwischen den guten Absichten des UN-Weltinformationsgifpels (WSIS) und den bisherigen Ergebnissen. Zu diesem Schluss kommen Anriette Esterhuysen von der Association of Progressive Communication (APC) und Roberto Bissio vom Third World Institute (IteM) in der Studie „Global Information Society Watch 2007“. Hier zieht zum ersten Mal die Zivilgesellschaft Bilanz über die Erfolge und Rückschläge nach den beiden Gipfeltreffen.

Digitale Kluft zieht sich durch die untersuchten Länder

Verschiedene Nichtregierungsorganisationen beschreiben in 22 ausführlichen Länderprofilen, wie die auf den Gipfeln 2003 in Genf und 2005 in Tunis gefassten Beschlüsse umgesetzt werden und welchen Einfluss dies auf die Überwindung der digitalen Spaltung ausübt. Untersuchungsgegenstand sind die Zugangsmöglichkeiten zu moderner Informations- und Telekommunikationstechnologie (IKT). Dabei kommen die Autoren zu einem vernichtenden Ergebnis: In beinahe allen Ländern ziehe sich die digitale Spaltung durch die Gesellschaft – einzige positive Ausnahme sei Spanien.

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie liegt auf der Frage, wie stark Entwicklungsländer und Zivilgesellschaft an den Gipfelbeschlüssen teilhaben können. Ziel der beiden WSIS-Treffen war es, dass Interessenvertreter aus Politik, Wirtschaft und eben Zivilgesellschaft gemeinsam und gleichberechtigt Strategien zur Ausweitung der Informationsgesellschaft entwickeln. Gelungen sei dies nicht, meinen die Autoren. David Souter von der Commonwealth Telecommunication Organization und Co-Autor des Berichts übt harte Kritik: Die in Folge des Gipfel entstandenen Dokumente seien rhetorisch zu schwach, mit ihnen schaffe es der Gipfel nicht, die nötige Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Anders sieht es für die Beteiligung der Entwicklungsländer aus: Der WSIS habe es besser als anderen Foren zur Informations- und Kommunikationstechnologie erreicht, diese Staaten in die Diskussion und Entscheidungen einzubinden.

Die Zivilgesellschaft muss aktiver werden

Doch auch für die Zivilgesellschaft selbst gelte es, aktiver zu werden. Nichtregierungsorganisationen zeigten nur wenig Interesse am Gipfel und seinen Zielen. Die Autoren fordern sie auf, mehr Druck auf Regierungen und Wirtschaft auszuüben. Eine Möglichkeit zur Beteiligung bietet das zweite Internet Governance Forum in Rio de Janeiro im November 2007, das dem Austausch aller Interessenvertreter über die WSIS-Ziele dient. Das erste Forum sehen die Autoren der Studie als Erfolg an, an den die zweite Tagung anknüpfen soll.

Um die Umsetzung der WSIS-Beschlüsse auch in Zukunft kritisch zu begleiten und zu bewerten, wollen APC und IteM den „Global Information Society Watch“ jedes Jahr herausgeben.

 

Zuerst erschienen bei gipfelthemen.de am 24.05.2007
  • Zurück zur Rubrik "Gipfel & Reformen"
  • Zum Forum "Gipfel & Reformen"
NACH OBEN © Copyright 1998-2010 pol-di.net e.V. Alle Rechte vorbehalten.
Weiternutzung der Inhalte nur unter folgenden Bedingungen.
politik-digital Datenschutzrichtlinie.