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Judith Kern Datum: Tuesday, 16. March 2004
Von: Judith Kern jkern@politik-digital.de
An: redaktion@politik-digital.de
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Feilschen um Solidaritätsfond beendet

Das diplomatische Tauziehen um den „Digital Solidarity Fond“ zur Überwindung des digitalen Grabens zwischen reichen und armen Ländern hat zunächst ein Ende. Es sei ein „harter Kampf gewesen“, sagte Marc Furrer, Gastgeber des UN-Weltinformationsgipfels im Anschluss an das Treffen der Delegierten am heutigen Dienstag in Genf.

Die Delegierten aus Regierung, Wirtschaft und Vertretern der Zivilgesellschaft haben sich im letzten von vier strittigen Hauptpunkten der vorläufigen Abschlussdeklaration auf einen Kompromiss geeinigt. Die UN-Staaten sollen künftig wählenkönnen: „Entweder können sie auf freiwilliger Basis in den Fond einzahlen, oder bestehende Strukturen der Entwicklungshilfe einsetzen“, erklärte Furrer, Direktor des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM).

Bis Dezember kommenden Jahres soll jedes Land entschieden haben, ob es sich dem Fond anschliesst. Über diese Festlegung auf einen konkreten Zeitpunkt zeigte sich Furrer besonders erfreut, sei sie doch ein Fortschritt gegenüber den bisherigen Verhandlungsergebnissen. Die reichen Länder, darunter vor allem die Europäische Union (EU) und Japan, waren bisher skeptisch gegenüber einem neuem Fonds und konnten ihre Verhandlungsposition beibehalten. Im Gegensatz dazu waren die afrikanischen Staaten sehr an der Einrichtung eines solchen Finanzierungsmittels interessiert. Eine UN-Taskforce soll den Entscheidungsprozess der UN-Mitgliedsstaaten überprüfen.

Bei den Themen Medien, Meinungsfreiheit und Netzsicherheit konnte bereits am 8.Dezember eine Einigung gefunden werden.

Erschienen bei gipfelthemen.de am 09.12.2003

 

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