Niederlande planen mehr Online-Dienste für
Kinder
(Kurztext) eGovernment soll Verwaltungs- und Regierungsdienste
für alle Bürger einfacher zugänglich machen.
Mehr und schnellere Services im Internet, mehr Bürgerfreundlichkeit,
so die Devise. Eine spezielle Zielgruppe hat man dabei aber
bisher vernachlässigt, meint die niederländische
Innenministerin Guusje te Horst: Es fehle an Projekten für
Kinder und Jugendliche. Daher hat sie ihr Ministerium beauftragt,
in einer Studie
die Möglichkeiten des eGovernments für Jugendliche
auszuloten. Die Ergebnisse des Berichts sollen für den
Aufbau eines „Kind Centraal“, eines Online-Zentrums
für Kinder, genutzt werden. Dieses eGovernment-Portal
speziell für junge Menschen soll in Inhalt, Aufmachung
und Service-Angeboten den Bedürfnissen der Zielgruppe
entsprechen.
Die Studie identifiziert die Schwachstellen des derzeitigen
eGovernments: Den Behörden fehle das Bewusstsein, dass
sich Informations- und Kommunikationstechnologien auch zugunsten
von Kindern und Jugendlichen einsetzen lassen. Zudem hätten
die einzelnen Organisationen nur wenig Einblick in das, was
außerhalb ihres eigenen Sektors geschieht. Einen geregelten
Kommunikationsaustausch zwischen staatlichen Behörden
und Kinder- und Jugendbündnissen gebe es noch nicht.
Doch es gibt auch positive Ergebnisse und Beispiele für
Projekte, die in die gewünschte Richtung gehen: So richtete
die niederländische Regierung ein virtuelles Amt für
Kinder und Familien ein.
Für bessere Online-Dienste für Kinder und Jugendliche
schlägt der Bericht eine stärkere Vernetzung der
einzelnen Akteure – Behörden, Schulen, private
Initiativen – vor. Wichtig sei weiterhin die transparente
Information: Was dürfen Jugendliche, wo steht der Jugendschutz
davor und was ist im Internet erlaubt und was nicht? Diese
Fragen sollen kindgerecht geklärt werden. Erster Schritt
war die Veröffentlichung einer "Landkarte
der Dienste für Kinder und Jugendliche": Auf
diesem Poster sind alle Behörden mit ihren Zuständigkeiten
vermerkt.
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