Gipfelthemen politik-digital.de
DGVN
  HOMEPAGE
 DIGITALE SPALTUNG
Leitungen & Festplatten
Medien & Kompetenz
Inhalte & Vorbilder
 WELTWEITE TRENDS
Wissen & Besitz
Multi & Kulti
Beteiligung & Spielregeln
 VIRTUELLE SICHERHEIT
Piraten & Terroristen
Daten & Schutz
 GLOBALE GEMEINSCHAFT
UNO & Info-Gesellschaft
Gipfel & Reformen
 COMMUNITY
Forum
Kalender
Linkliste
 PARTNER
Unterstützer
Medienpartner Interaktivpartner
 ÜBER UNS
Über dieses Projekt
DGVN
politik-digital
 KONTAKT/IMPRESSUM
Suche:
Gipfelthemen-Info:
Weitere Informationen erhalten Sie im kostenlosen Newsletter von politik-digital.de:
 
Festplatten & Leitungen
SERVICE-FUNKTIONEN
Artikel verschicken
Druckversion erstellen
Ihr Kommentar
Simone Gerdesmeier Datum: Tuesday, 26. June 2007
Von: Simone Gerdesmeier sgerdesmeier@politik-digital.de
An: sgerdesmeier@politik-digital.de
URL  www.gipfelthemen.de

Berlin ist Surfer-Paradies

(Artikel) 39 Millionen Deutsche sind im Netz unterwegs. Den höchsten Anteil an „Onlinern“ hat Berlin. In welchen Regionen weniger Internetnutzer wohnen und welche Altersgruppen im Netz vertreten sind, zeigt der aktuelle (N)Onliner-Atlas 2007, die deutschlandweit größte Studie zur Internetnutzung. politik-digital.de fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Erstmals sind mehr als 60 Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren online. „Damit hat die Initiative D21 hat ihre eigene Zielvorgabe geknackt,“ sagte Stefan Jaeckel, Pressesprecher der Initiative, auf der Pressekonferenz zum neuen (N)Onliner-Atlas 2007. Das Netzwerk aus 200 Mitgliedsunternehmen untersucht seit sieben Jahren gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest die deutsche Netzgesellschaft nach Alter, Geschlecht, Bildung, Bundesland und weiteren Gesichtspunkten. 49.135 Bundesbürger wurden befragt, ob sie das weltweite Netz nutzen, nicht nutzen oder eine Nutzung planen.

Generation 50plus holt auf

2007 setzen sich Trends fort, die bereits in den letzten Jahren beobachtet werden konnten. Die Generation der über 50jährigen holt weiter auf: Ein Drittel dieser Altersgruppe nutzt das Internet. Damit bewegen sich mehr als doppelt so viele „Silver Surfer“ im Netz wie im Jahr 2001. Am stärksten im Netz vertreten ist nach wie vor die Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren mit 89,4 Prozent.

Zwar sind immer noch weitaus mehr Männer als Frauen online, die Unterschiede zwischen der Internetnutzung nach Geschlechtern seien aber gering wie noch nie, so die Studie. Da mehr Frauen planten, sich einen Internetzugang anzuschaffen, erwarten die Autoren des (N)Onliner-Atlas eine weitere Angleichung der Nutzerzahlen.

Die Internetnutzung ist in großen Städten weiterhin höher als in ländlichen Gebieten. Spitzenreiter unter den Bundesländern ist wie in den Vorjahren Berlin mit 68 Prozent, darauf folgen Hamburg mit 64,3 Prozent und Bremen sowie Hessen mit jeweils 63,3 Prozent. Abgeschlagen ist das Saarland: Hier sind nur 50,7 Prozent der Bevölkerung „Onliner“.

Ein Komplettpaket für „Silver Surfer“

Erstmals untersuchte die Initiative D21, ob man die Altersgruppe über 50 zum Kauf eines so genannten „Best Ager PC“, ein Komplettpaket aus Rechner und Einrichtung eines Internetzugangs, bewegen kann. Das Ergebnis: 91,3 Prozent der bisherigen Offliner würden sich einen derartigen PC anschaffen und dann auch das Internet nutzen. Die Offliner dieser Altersgruppe konnten auch angeben, wie dieser Rechner ausgestattet sein soll. An der Spitze der Wunschliste steht dabei ein gutes, bebildertes Handbuch (88,3 Prozent), gefolgt von einem Drucker (85,3 Prozent) und einem Gütesiegel (84,8 Prozent). Weniger Wert legen die „Silver Surfer“ auf eine angeblich altersgemäße Ausstattung mit großen Tasten (51,7 Prozent).

Ein weiterer Schwerpunkt des (N)Onliner-Atlas lag 2007 auf der Internet-Sicherheit. „Sicher Surfen 2007: Wie schützen sich die deutschen Onliner im Internet?“fragte eine Sonderstudie, welche die Initiative D21 in Zusammenarbeit mit Microsoft durchführte. Tom Köhler, Sicherheitschef bei Micorosoft, stellte die Ergebnisse dieser Studie vor. Dabei werde besonders eines klar: „Wissen schützt.“ „Angriffe basieren auf bekannten Schwachstellen der Software“, sagte Köhler. Wer sich über diese Schwachstellen informiere und regelmäßig sein Betriebssystem aktualisiere, könne sich bereits vor vielen Viren und Trojanern schützen. Laut der Studie nutzen 56,5 Prozent der „Onliner“ die Möglichkeit eines automatischen Updates, sobald es verfügbar ist. Tendenziell seien die Nutzer besser über Computer-Sicherheit informiert als in den Vorjahren: 36,9 Prozent der Onliner bezeichnen sich als gut informiert, 34,2 Prozent als befriedigend. „Informieren können sich Internetnutzer unter anderem über das Sicherheitsbarometer des Vereins Deutschland sicher im Netz,“ so Köhler. Dieser listet für verschiedene Betriebssysteme auf, welche Sicherheitsmaßnahmen die Nutzer beachten müssen und welche Sicherheitslücken es zu stopfen gilt.

Beobachten statt Inhalte filtern

Die Sonderstudie betrachtet auch, welche Sicherheitsmaßnahmen Eltern für ihre Kinder treffen. Eine spezielle Filtersoftware oder Browsereinstellung, die Kinder vor schädlichen Inhalten schützen soll, setzt nur eine Minderheit von 43,1 Prozent ein. 81,3 Prozent der Eltern geben an, zu beobachten, wie lange ihre Kinder im Netz unterwegs sind. 56,2 Prozent schränken die Internetzeit ihrer Kinder ein. Fast alle Eltern glauben, dass sie die Spiele kennen würden, mit denen ihre Kinder sich am Computer beschäftigen. „Einen Befragungseffekt können wir hier natürlich nicht ausschließen,“ räumt Reinholdt Horstmann von TNS Infratest ein; die Selbsteinschätzung der Eltern könne auch falsch sein. In Zukunft wolle man zudem danach fragen, wo denn die PCs stehen, ob im Kinderzimmer oder im Wohnzimmer, wo alle Familienmitglieder Zugang zum Rechner haben.

Eine neue Zielvorgabe der Initiative D21 steht noch nicht fest, genauso gibt es noch keinen Themenschwerpunkt für einen neuen (N)Onliner-Atlas. Stefan Jaekel erwartet, dass für die Internetnutzung ein Sättigungsprozess eintrete, die Anzahl der Onliner also nicht mehr so rasant ansteige. „In den nächsten Wochen wollen wir daher auch inhaltliche Änderungen für den (N)Onliner-Atlas überlegen,“ so Jaekel.

Weiterführende Links:

* Der (N)Onliner-Atlas 2007

Zuerst erschienen bei politik-digital.de am 26.06.2007
  • Zurück zur Rubrik "Festplatten & Leitungen"
  • Zum Forum "Festplatten & Leitungen"
NACH OBEN © Copyright 1998-2010 pol-di.net e.V. Alle Rechte vorbehalten.
Weiternutzung der Inhalte nur unter folgenden Bedingungen.
politik-digital Datenschutzrichtlinie.