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Simone Gerdesmeier Datum: Tuesday, 23. May 2006
Von: Simone Gerdesmeier sgerdesmeier@politik-digital.de
An: sgerdesmeier@politik-digital.de
URL  www.gipfelthemen.de

Bangladesch an Daten-Highway angeschlossen

Bangladesch ist seit Sonntag ans Unterwasser-Glasfasernetz des SEA-ME-WE-4-Konsortiums (South-East-Asia Middle-East Western-Europe) angeschlossen. Premierminister Khaleda Zia bezeichnete das rund 20.000 Kilometer lange optische Seekabel als „Informations-Superhighway". Nicht zu unrecht, denn das Kabel verfügt über eine Datentransferrate von zehn Gigabit pro Sekunde. Es erstreckt sich innerhalb Bangladeschs über 1.265 Kilometer. Das Unterwassernetz des SEA-ME-WE-4-Konsortiums führt über 23.000 Kilometer von Singapur, Thailand und Malaysia über Indien und Pakistan in die arabischen Emirate und durchs Rote Meer über Kairo nach Italien und Frankreich und verbindet insgesamt 14 Staaten.

Umgerechnet 75 Millionen Euro hat Bangladesch in die schnelle Hightech-Anbindung investiert. Für die Entwicklung des Landes soll dies ein entscheidender Schritt nach vorne darstellen. Wie heise.de berichtet, will das nationale "Bangladesh Telegraph and Telephone Board" (BTTB) künftig in allen 64 Bezirken des Landes Internet-Anschlüsse mit bis zu 2 MBit/s anbieten. Erhofft werden sich außerdem gute Geschäfte im internationalen Handels- und Dienstleistungsbereich. Mit der Einbindung des siebtbevölkerungsreichten Landes kommt das SEA-ME-WE-4-Konsortiums seinem Ziel, die Konnektivität der Länder von Südostasien, dem Mittleren Osten und Westeuropa zu stärken, einen Schritt näher.

Zuerst erschienen bei politik-digital.de am 23.05.2006
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